Good Bye, Audi R8 – das Ende hast Du nicht verdient

Jahrelang hat er uns in der Simulation begleitet, er ziert unsere letzte Infobroschüre, bereitet mir Spaß, wenn ich ihn wieder Anfang Juli mit Audi driving experience durch die Alpen jagen darf… und das soll es jetzt gewesen sein?

Abbildung 1 Audi R8 Spyder

Audi hat beschlossen, R8 und TT nicht weiter zu entwickeln. Der TT ist mir egal, er hat mir noch nie so richtig gefallen, aber der Audi R8 ist Kult für mich!

Ich weiß, man sollte nicht gegen den Mainstream schwimmen, weil man Gefahr läuft unterzugehen, aber mir läuft die Galle über, wenn ich sehe, wie wir unseren Technologievorsprung, unsere Wirtschaft verkaufen und vor Fakten die Augen verschließen.

Wir bauen die effizientesten, saubersten Motoren der Welt und opfern diese dann auf dem Alter der angeblichen, grünen Nachhaltigkeit. Physik spielt da schon lange keine Rolle mehr. Und ob unsere Energiewendekonzepte aufgehen, man wird sehen. Wenn ich mit Experten aus der Forschung, vom DLR, von Fraunhofer, von den Universitäten rede, sind alle der gleichen Meinung, es wird so nicht funktionieren. Aber öffentlich den Mund aufmachen, das tut keiner. Es ist halt nicht grün, Mainstream, nachhaltig und was auch immer.

Unsere Kinder werden mit Horrorszenarien bombardiert, dass die Welt bald untergeht und YouTuber bekommen Millionen von Klicks, wenn sie ihr Weltbild vermitteln, das nicht unbedingt in allen Punkten einer wissenschaftlichen Überprüfung standhält. Was solls, ist ja auch nicht wichtig. Da stimmen dann plötzlich alle Klimaforscher überein, dass die Erde Fieber hat, die Welt untergeht und alles noch nie so schlimm war, wie jetzt.

Abbildung 2 Nachheizverhalten und Temperatur Audi R8

Die alten Römer hatten einen Spruch: Cui bono, wer profitiert? Klar wird ein Klimaforscher, der Millionen Forschungsgelder bekommt, weil das Klima angeblich kippt, sein Geschäftsmodell nicht untergraben. Angst war schon immer eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen. Er sagt aber auch nicht, dass seine Prognosen auf dem Durchschnitt von Simulationsergebnisse beruhen, die nicht einmal die Entstehung von Wolken ansatzweise abbilden können und dass seine Untersuchungen nur einen sehr kleinen Zeitraum abdecken.

Tja, und wenn man es wagt, die Horrorszenarien zumindest in Frage zu stellen, dann ist man ein Rechtspopulist, ein Leugner, ein Ketzer oder was auch immer.

Das Forscher, die zu anderen Ergebnissen kommen bzw. den Mainstream in Frage stellen, stigmatisiert werden, kein Geld bekommen und von den Medien als unseriös zerrissen werden, traut sich niemand zu sagen.

Warum kann und darf ich da mitreden? Ich kenne mich aus mit Simulation, das mache ich über 30 Jahre lang. Ich kenne mich aus mit dem gesunden Menschenverstand und mit Logik. Außerdem kann ich gut rechnen. Tja- und bevor ich es vergesse, ich bin nicht feige.

Ich sage nicht, dass alles in Ordnung ist und wir uns nicht mit Umwelt- oder Klimathemen auseinandersetzen sollen und müssen, aber bitte schön wissenschaftlich und logisch.

Ich stelle mir z.B. folgende Fragen:

Warum ist die Welt damals vor 300 Millionen Jahren nicht kollabiert, obwohl der CO² -Gehalt 20 x so hoch war wie heute? (Prof. Wolfgang H. Berger von der University of California San Diego), Abbildung 3.

Abbildung 3 Kohlendioxidkonzentration

Wie kann es sein, dass die Welt in Zyklen eisfreie Polkappen hatte? Vermutlich war es da vielleicht etwas wärmer als heute?

Hat es vielleicht etwas mit dem Durchlauf unseres Sonnensystems durch die Arme der Milchstraße zu tun, und dem damit verbundenen Einfluss auf die Wolkenentstehung, wie der dänische Physiker Henrik Svensmark vermutet? (Abbildung 4)

Abbildung 4 Meeresoberflächentemperatur

Wie passen die Arbeiten des Leiters des Labors für Weltraumforschungen des Hauptobservatoriums Pulkowo bei Sankt Petersburg, Chabibullo Abdussamatow, ins Bild, der auch auf dem Mars einen starken Temperaturanstieg analog zur Erdtemperatur beobachtet haben will? Hat vielleicht auch die Sonne einen Einfluss?

Diese Fragen möchte ich stellen dürfen, ohne dafür gleich verrissen zu werden.

Ich kann nicht alles nachprüfen, aber ich will eine vernünftige und faire Diskussion, bei der das Ergebnis nicht schon von vornherein feststeht.

Und, womit wir wieder beim Audi R8 sind, ich liebe nicht nur die Umwelt, sondern auch die Technik, den Erfindergeist der Ingenieure, die immer wieder Lösungen gefunden haben und wünsche mir, dass wir uns mit sinnvollen Themen auseinandersetzen, um die Erde zu einem besseren Platz zu machen.

Was ich nicht mag, sind Politiker, die keine Visionen mehr haben, sondern es versuchen, allen recht zu machen und nur nach Mehrheiten schielen, Wirtschaftsmanager, denen es an langfristigen Firmenzielen mangelt und die umhereiern, das einem Angst und bang werden kann und Medien, die der Meinung sind, dass nur Bad News Good News sind. Ja und Schafe, die alles glauben, was ihnen die Medien vorbeten, mag ich natürlich auch nicht.

Es gibt sinnvolle Konzepte für das Auto der Zukunft, die auch unsere Arbeitsplätze und gleichzeitig unsere hervorragende Wirtschaft sichern. Diese möchte ich in einem meiner nächsten Blogs darstellen.

So, jetzt geht es mir wieder besser und ich kann noch immer entscheiden, ob ich den Artikel wirklich auf meinen Blog stelle… aber ich glaube, so wie ich mich kenne, schon ?

Ich freue mich auf Ihr Feedback, auch wenn es diesmal kritisch ist, ich kann das ab.

Ihr Stefan Merkle

PS: Folgenden Text von Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, unterschreibe ich zu 100%:

„Bleiben wir bei der Klima- und Energiepolitik. Deutschland trägt nur mit weniger als drei Prozent zum Kohlendioxidausstoß bei und deckt unter 0,7 Prozent der Landfläche der Erde ab. Also können wir kaum die Welt retten, aber durch unser Vorbild positiv wirken. Allerdings gilt unsere Energiepolitik in Europa und weltweit nur als nachahmenswert, wenn wir eine erfolgreiche Volkswirtschaft bleiben. Nach Energiewirtschaft und energieintensiven Branchen wird gerade die Automobilindustrie mit politisch gesetzten Zeitlimits und fragwürdigen Grenzwerten einem Dauerstresstest unterzogen. Inakzeptable Software-Manipulationen werden vermengt mit Auflagen und einer Debatte über Dieselfahrverbote. Eine der wichtigsten Säulen unserer Industrie wird so gefährdet.“

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