Meine Vision einer besseren Zukunft

Habe ich nun Ihre Aufmerksamkeit? – Die überwältigende Resonanz zu meinem letzten Blog zum Thema R8 beantwortet mir diese Frage mit ja.

Ich habe gehofft, dass das Thema meines Blogbeitrags zur Elektromobilität, dem Klimaschutz und der regenerativen Energieversorgung in Deutschland auf Interesse stößt. Denn die Wirtschaft braucht ein unabhängiges Sprachrohr, das dem Mainstream der grünen Lobby entgegenhält.

Sie müssen nicht meiner Meinung sein. Schon gar nicht möchte ich eine Diskussion, in der wir uns gegenseitig die festgefahrenen Argumente um die Ohren schlagen und nur noch stärker bei unserer bereits gebildeten Meinung verharren.
Aber vielleicht gibt Ihnen der ein oder andere meiner Gedanken einen Denkanstoß.

Ich habe versprochen, meine Sichtweise und meine Einschätzung, insbesondere auch zum Fahrzeugantrieb der Zukunft, in weiteren Blogbeiträgen aufzuzeigen. Ich möchte Sie auch nicht mit unzähligen Quellennachweisen belästigen, sondern versuchen, die Dinge einfach und nachvollziehbar darzustellen.

Ist das der Fahrzeugantrieb der Zukunft?

Einer meiner Mentoren hat einmal zu mir gesagt:

„Wenn Du ein Problem lösen möchtest, mach es einfach 10x so groß und versuche, hierfür Lösungen zu finden.“

Wenn ich Dinge bewerte, schaue ich mir diese gerne in Bezug auf einige Grundgesetze an, die ich für mich als Basis gewählt habe.

Das Pareto-Prinzip

Jedem Ingenieur dürfte das Pareto-Prinzip bekannt sein, das besagt, dass ich mit 20% des Aufwandes 80% meines Ergebnisses bekomme. Im Umkehrschluss besagt es auch, dass ich für nur 20% des Ergebnisses einen Aufwand von 80% betreiben muss.
Als fauler Mensch konzentriere ich mich auf die 20% und schlage mich nicht mit den uneffektiven 80% herum.
Das Pareto-Prinzip besagt aber auch, dass ich einen riesigen Aufwand betreiben muss, um das letzte Prozent aus etwas herauszuholen.

Schauen wir uns die Grenzwerte der Verbrennungsmotoren an. Sie wurden schrittweise linear immer weiter abgesenkt, aber irgendwann kostet dieser Aufwand nur noch Geld und bringt kaum etwas.
An dieser Grenze zum Wirtschaftlichen fängt die Industrie an zu betrügen, anstatt die Praxis der Politik anzuprangern. Dadurch macht sie sich von den Medien und Abmahnvereinen wie der Deutschen Umwelthilfe angreifbar, die bei der Wahl Ihrer Mittel nicht wählerisch sind und sich aus reinen Marketinggesichtspunkten weitaus professioneller verhalten.

Und die Politiker? Sie versuchen es allen recht zu machen, damit sie wiedergewählt werden. Dies gipfelt dann darin, dass beim sogenannten menschengemachten Klimawandel Deutschland bis zum Jahr 2050 für gefühlte 0,001 °C Temperaturabsenkung einen Betrag von 1-2 Billionen Euro zahlen will.

Ob da jemand das Pareto-Prinzip nicht begriffen hat?

Neue Produkte und was sie auszeichnet

Neue Produkte, die sich auf dem Markt durchsetzen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie besser, schneller, leichter und billiger sind.

Dies hat etwas mit der Leistungsdichte zu tun. Wir erwarten einfach, dass etwas Besseres mehr kann und weniger kostet.
Ein Tesla fährt beispielsweise eine 900 kg Batterie spazieren und wird ohne Ende gehypt. Mit 90 km/h auf der rechten Spur, in der Hoffnung noch anzukommen, was nicht besser ist. Übrigens: katastrophale Spaltmaße und Pfeifgeräusche auch nicht. Da sind wir von deutschen Autos Besseres gewohnt.

Sonne, Wind und Batterien haben nun mal eine wesentlich geringere Energiedichte als Diesel und Kernkraft. Und wer das nicht glaubt, sollte mal in Wikipedia nachschauen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Energiedichte

Sieht so Umweltschutz aus?

Ein Grund, warum auch ganze Landschaftsstriche mit Windrädern zugepflastert sind. Umweltschutz sieht in meinen Augen anders aus.

Bevölkerungswachstum und Energie

Der „Club of Rome“ behauptet, die Erde kann nur eine gewisse Anzahl von Menschen versorgen, ansonsten kollabiert die Erde.

Ich glaube, zu jedem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte gab es so viele Menschen, wie die damals vorhandenen Technologien im Stande waren, zu versorgen. Es ist also eine Frage der nutzbaren Technologie (Stein, Bronze, Stahl, …), wie viele Menschen auf der Erde leben können.
Ich beziehe dabei die Wiederverwendung von Rohstoffen ausdrücklich mit ein.

Aus Sicht der Thermodynamik haben wir mit der Erde ein System, dass von der Sonne mit Energie versorgt wird und Energie abstrahlt. Ein Rohstoffproblem haben wir aber nicht, denn es geht kein Stoff verloren (abgesehen von ein paar Satelliten), er wird lediglich umgewandelt. Haben wir genügend Energie, können aktuelle und auch zukünftige Werkstoffe wiederaufbereitet oder auch synthetisch zusammengesetzt werden.

Die Fragestellung, wieviel Menschen die Erde verträgt, ist also letztendlich eine Frage der Energie, die jedem Einzelnen zur Verfügung steht.

Welche Folgen hat die Energieverknappung?

Verteuern und verknappen wir die Energie durch in meinen Augen unsinnige Maßnahmen wie der CO2-Steuer, dem Ausstieg aus der Kernkraft und dem Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen und wenden wir uns dafür hin zu global nicht funktionierenden Konzepten wie der E-Mobilität und regenerativer Energieerzeugung, müssen wir uns auch über die Konsequenzen im Klaren sein.
Denn diese Politik funktioniert global gesehen nicht, bzw. nur, wenn die Bevölkerung drastisch zurückgeht.

Andere Länder werden diesem Weg nicht folgen. Sind wir denn wirklich gewillt, unseren Technologievorsprung, unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand so einfach aufzugeben?

Nutzung vorhandener Technologien

Eine Technologie, die entwickelt wird, wird auch genutzt werden, wenn dadurch tatsächliche Notzustände beseitigt werden können.
Wir sehen dies an der Kernkraft, der Kohlekraft, dem Verbrennungsmotor usw.
Während sich Deutschland als führendes Land im Bereich der Kernkraft und dem konventionellen Kraftwerksbau aus Angst zurückgezogen hat bzw. noch vorhat, werden weltweit über 100 neue Atomkraftwerke und 1.400 neue Kohlekraftwerke geplant oder bereits gebaut.

Wird die Welt dadurch besser und sicherer, wenn wir unser einzigartiges Knowhow anderen überlassen?

Glauben wir im Ernst, die Welt folgt uns auf unserem selbstmörderischen Weg?

Interessiert es jemand in der dritten Welt, dessen Überleben von der Fahrtüchtigkeit seines alten Diesels abhängt, ob er dreckige Abgase in die Luft bläst? Helfen wir ihm dagegen, ein lebenswertes Leben zu führen, sind wir glaubwürdig und bewirken mehr – auch für die Umwelt. Insbesondere dann, wenn wir mit unserem Geschäftsmodell erfolgreich sind.

Wir können dazu beitragen, dass die Motoren noch besser und leistungsfähiger werden, bis neue und bessere Technologien (E-Fuels, Brennstoffzelle) zur Verfügung stehen, die auch funktionieren und bezahlbar sind. Auch bietet ein elektrischer Antrieb Vorteile, aber Batterien als Energiespeicher taugen nicht.

Brennstoffzellen-Motor

Bei der Brennstoffzelle gibt es noch technische Probleme, aber diese lassen sich lösen. Die physikalische Begrenzung der chemischen Speicherung bei der Batterie ist gegeben. Hier reden wir von kleinen Verbesserungen, aber nicht von einem Faktor 10.
Die Energiedichte einer Batterie liegt auch in Zukunft weit unterhalb von Wasserstoff und konventionellen Kraftstoffen.

Meine Vision einer besseren Zukunft

Stellen wir uns einmal die Frage: Wie können wir 100 Milliarden Menschen versorgen? Wie schützen wir gleichzeitig die Umwelt vor Verschmutzung?
Die Energieversorgung kann und muss alleine aus dem Gesichtspunkt der Energiedichte in Richtung Wasserstofftechnologie und Kernfusion gehen.

Der Weg hierzu führt über Verfahren mit höherer Energiedichte mobil (E-Fuels) mit besseren und leistungsfähigeren Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen, stationär über saubere fossile Kraftwerke (Gas, Kohle) und moderne Kernkraftwerke. Auch die (kleine) Batterie als Zwischenspeicher hat hier ihren Platz.

Das Geschäftsmodell der Politik war und ist Sicherheit gegen Freiheit.
Hierzu braucht es aber keine über die Medien erzeugten, eingebildeten oder übertriebenen Gefahren wie die Klimakatastrophe, um die Freiheit über Verbote und Steuern noch weiter einzuschränken, sondern vernünftige Vorgaben. Keinesfalls muss alles geregelt und vorgeschrieben werden.

Wenn es einen Klimawandel gibt, sollte ergebnisoffen von entsprechend unabhängigen Experten untersucht werden, welche Ursachen es gibt und welche sinnvollen Maßnahmen wir gemäß dem Pareto-Prinzip treffen sollten.

Ausgehend von den aktuell funktionierenden Technologien, sollten wir uns die Fragen stellen, wie wir

  • 100 Milliarden Menschen mit ausreichend Energie versorgen.
  • Wasser und Nahrungsmittel überall auf der Welt ausreichend zur Verfügung stellen.
  • mehr Menschen und Güter in kürzerer Zeit von A nach B bewegen.
  • gleichzeitig unseren einzigartigen Planeten schützen und bewahren.

Wo wollen wir als Land, wo als Menschheit hin? Wie schaffen wir es, gemeinsam mit den Russen, den Chinesen und den Amerikanern, die Welt zu einem besseren Platz zu machen?

Wir sollten dabei alle mitnehmen und neben der Grünbauchunke und dem angeblich vom Aussterben bedrohten Spatz auch den Menschen nicht vergessen.

Stellen wir uns diese Fragen, dann haben wir auch funktionierende Antworten, auch wenn es vielleicht nur 12 Milliarden Menschen werden.

Natürlich bleibt uns auch der andere Weg: Wie können wir die Erdbevölkerung um den Faktor 10 reduzieren. Ich glaube nicht, dass dies der bessere Weg ist und dass dies wirklich von der Mehrheit gewünscht wird.

Ihr Stefan Merkle

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